Adolf Kolping

Adolf Kolping

Adolf Kolping

1813 - 1865

 

  Mit dem Umzug der gewerblichen berufsbildenden Schule an den jetzigen Standort im Jahr 1961 erhielt sie den Namen Adolf-Kolping-Schule.

Adolf Kolping ist nicht nur der Namensgeber, sondern alle Beteiligten versuchen, dem Vorbild Adolf Kolpings im Schulleben nachzueifern.

In unserem Leitbild beziehen wir uns auf  die Ideen Adolf Kolpings.

Zum Hunderjahrfeier im Jahr 2003 erhielt die Adolf-Kolping-Schule vom Förderverein ein Kolpingportrait als Geschenk. Das Gemälde ist im Flur der Verwaltung zu sehen. Die Interpretation des Malers Lois Rinner verdeutlicht, dass die Zielsetzungen Kolpings auch heute Richtschnur für das eigene Verhalten sein können und damit insbesondere für das Lernen und Arbeiten an einer berufsbildenden Schule Gültigkeit haben.
 

 

Warum heißt die gewerbliche Berufsschule in Lohne „Adolf-Kolping-Schule“?


Um diese Frage zutreffend beantworten zu können, ist es hilfreich, zurückzublicken auf den
31. Mai 1939; denn an dem Tage wurde in Lohne an der Marienstraße die Kreisberufsschule
durch den damaligen Landrat Bruns eröffnet und ihrer Bestimmung übergeben. Dazu wurden
die bis dahin bestehenden drei Berufsschulen in Vechta, Lohne und Damme aufgelöst.
Die gewerblichen, kaufmännischen, landwirtschaftlichen und hauswirtschaftlichen
Fachrichtungen wurden mit wenigen Ausnahmen in dieser Kreisberufsschule gebündelt.


Am 24. Juni 1943 teilte der Landrat des Kreises Vechta dem Herrn Direktor der Kreisberufsschule
in Lohne mit, dass die Klassen der kaufmännischen Berufsschule für die Dauer des
Krieges mit der Handelsschule in Lohne zusammengelegt werden, um die Unterrichtsversorgung
zu sichern; denn die kriegsverwendungsfähigen Lehrkräfte waren zur Wehrmacht
eingezogen worden. Die vorübergehend gedachte Zusammenführung der Handelsschule
und der kaufmännischen Berufsschule wurde zu einer Dauerlösung. Es entstanden die
Handelslehranstalten des Landkreises Vechta in Lohne unter der Leitung von Handelsstudiendirektor
Jacob Neubauer, für die dann auch im Jahre 1952 im Baugebiet Achtern Thun
der Neubau Berufsbildende Schulen I errichtet wurde.


Die in der Landwirtschaft und in ländlichen Haushaltungen beschäftigten berufsschulpflichtigen
Jungen und Mädchen hatten seit April 1938 auf der Grundlage gesetzlicher
Bestimmungen auch die Kreisberufsschule zu besuchen. Für sie fand der Unterricht in
Vechta, Lohne und Damme statt. Nach dem Kriege wurde die Selbständigkeit der landwirtschaftlichen
Berufsschule vorbereitet. In Vechta, Visbek, Dinklage, Lohne, Holdorf und
Damme wurden landwirtschaftliche Berufsschulstandorte geschaffen, in Vechta an der
Füchteler Straße, in Damme am Olkenberg und in Lohne am Schellohner Weg wurden
dafür Neubauten errichtet.


Im Jahre 1956 wurden die landwirtschaftlichen Berufsschulklassen aus der Zuständigkeit der
Kreisberufsschule Lohne herausgelöst, die sechs Einzelschulen wurden zu einer einheitlichen
Landwirtschaftlichen Kreisberufsschule Vechta unter der Leitung von OLdwD. Bernhard
Robke zusammengefasst.


1972 wurde in Vechta an der Kolpingstraße 17 der Neubau für die Berufsbildenden Schulen
III, Landwirtschaftliche Berufs- und Berufsfachschulen des Landkreises Vechta, errichtet
und unter dem Namen Justus-von-Liebig-Schule am 16. Juli eingeweiht. Die noch verbliebenen
landwirtschaftlichen Berufsschulen im Kreis Vechta wurden damit aufgelöst.


Mit dem Abzug der Bereiche „Kaufmännische Berufe“ und „Landwirtschaftliche Berufe“
aus der Kreisberufsschule in Lohne verblieben noch die Lehrlinge in den gewerblichen und
hauswirtschaftlichen Berufen und die berufsschulpflichtigen jugendlichen Arbeiter in der
Kreisberufsschule Lohne; 1956 immerhin noch ca. 1800 Schülerinnen und Schüler, für die
auch nach der Erweiterung des Schulgebäudes im Jahre 1951 das Raumangebot nicht
ausreichte.


Darum beschloss der Kreistag des Landkreises Vechta als Schulträger am 25. Juli 1958 den
Neubau einer Kreisberufsschule an der Toppstraße, also in unmittelbarer Nähe zu den Handelslehranstalten
und der landwirtschaftlichen Berufsschule am Schellohner Weg. Dieser
nach damaligen Vorstellungen großzügig angelegte Neubau wurde in den Jahren 1959
und 1960 errichtet und 1961 eingeweiht.


Schon in der Urkunde über die Grundsteinlegung der neuen Gewerblichen und Hauswirtschaftlichen
Berufsschule des Landkreises Vechta in Lohne, die hinter dem Grundstein eingemauert
wurde, wird auf die spätere Namensgebung hingewiesen:


„Das neue Schulhaus soll der Erziehung und Bildung der werktätigen Jugend des
Kreises Vechta in Handwerk, Industrie und Hauswirtschaft dienen. Durch die darin
geleistete Arbeit sollen Elternhaus, Kirche und Betrieb in ihrem Bestreben, ganze
Menschen – lebendig im Religiösen, tüchtig im Berufsleben, verantwortungsbewusst
als Staatsbürger – zu formen, unterstützt und in der Vorbereitung guter Familien
gefördert werden. Darum soll diese Schule den Namen des deutschen Jugend-
und Familienapostels tragen und „Adolf-Kolping-Berufsschule“ heißen.“

 

Informationen zum Leben und Werk Adolf Kolpings